US-Bundesbehörden sollen ab dem 29. September 2026 „Superintelligenz“ statt „KI“ sagen

Zusammenfassung
Am Dienstag, dem 29. September 2026, erließ das Weiße Haus eine Verfügung mit dem Titel „Einläuten des Zeitalters der Superintelligenz“, die Ministerien und Behörden der US-Exekutive anweist, in ihrer offiziellen Kommunikation die Begriffe „Superintelligenz“ und „SI“ anstelle von „Künstlicher Intelligenz“ und „KI“ zu verwenden. Die Anordnung ist eine Namens- und Terminologieänderung für Regierungsdokumente und kommt zu einem Zeitpunkt, an dem das Vokabular zur Beschreibung fortschrittlicher Computersysteme selbst zum Thema öffentlicher Diskussionen wird.
Was die Verfügung besagt
Laut dem am 29. September 2026 veröffentlichten Faktenblatt des Weißen Hauses gilt die Anordnung für offiziellen Schriftverkehr, öffentliche Kommunikation, Regierungswebsites, Berichte, Strategiepapiere und andere nicht-gesetzliche Materialien, die von Behörden der Exekutive erstellt werden. Demnach sollen die Behörden aufhören, in diesen Dokumenten „Künstliche Intelligenz“ und „KI“ zu verwenden, und stattdessen „Superintelligenz“ und „SI“ übernehmen.
Der Text begründet dies mit dem technischen Fortschritt. Er stellt fest, dass die heute entwickelten Technologien weit über das hinausgehen, was man sich vor rund 70 Jahren vorstellte, als der Begriff „Künstliche Intelligenz“ erstmals aufkam. In den Worten der Verfügung erfasst der Begriff „Superintelligenz“ das Versprechen, das Potenzial und die sich rasant weiterentwickelnden Fähigkeiten dieser Systeme angemessener. Das Faktenblatt beschreibt die Technologie zudem als etwas, das neue Formen menschlicher Kreativität freisetzen kann, anstatt lediglich menschliche Intelligenz nachzuahmen oder zu automatisieren.
Geltungsbereich und Umsetzung
Die Änderung ist zukunftsorientiert. Bereits erlassene Vorschriften, Präsidialverfügungen, Verträge, Mittelbewilligungen und andere historische Dokumente müssen nicht überarbeitet werden, und gesetzliche Formulierungen fallen nicht unter die Anordnung. Das bedeutet, dass bestehende Gesetze und Vereinbarungen, die die Worte „künstliche Intelligenz“ enthalten, wie geschrieben gültig bleiben.
Die Verfügung weist außerdem eine Folgeaufgabe zu. Der Berater des Präsidenten für Wissenschaft und Technologie wird gebeten, eine bundesweite Definition von „Superintelligenz“ vorzuschlagen und alle weiteren Maßnahmen der Exekutive zu empfehlen, die zur Umsetzung der Änderung erforderlich sind. Bis diese Definition veröffentlicht wird, ist noch unklar, wie die Behörden zwischen Systemen unterscheiden werden, die laut Verfügung nun als SI gelten, und der breiten Palette an Software, die seit Langem als KI bezeichnet wird.
Vom Weißen Haus angeführter Hintergrund
Das Faktenblatt reiht die Verfügung neben mehrere frühere Technologieinitiativen des Bundes ein. Dazu gehören die fünf Milliarden US-Dollar schwere Genesis-Mission, die wissenschaftliche Durchbrüche beschleunigen soll, der amerikanische KI-Aktionsplan vom Juli 2025 mit mehr als 90 Bundesmaßnahmen sowie der nationale politische Rahmen für Superintelligenz vom März 2026. Letzterer legt nahe, dass das neue Vokabular bereits vor der formellen Anordnung in Planungsdokumenten des Bundes auftauchte.
Eine separate Branchenvereinbarung
Berichte von Fox Business und anderen Medien besagen, dass die Verfügung am 29. September 2026 im Anschluss an einen Gipfel des Weißen Hauses mit Technologie-Managern unterzeichnet wurde. Führungskräfte großer amerikanischer Technologieunternehmen und Forschungslabore sollen am selben Tag eine separate, freiwillige Vereinbarung zu Superintelligenz unterzeichnet haben. Diese Vereinbarung betont Berichten zufolge freiwillige Selbstverpflichtungen der Branche, darunter interne Kontrollen sowie mehrstufige interne und externe Prüfverfahren, anstelle formeller staatlicher Vorschriften.
Meta-CEO Mark Zuckerberg bezeichnete die Vereinbarung als bedeutenden positiven Schritt und erklärte, die Leiter aller großen amerikanischen Labore hätten sich zur Umsetzung robuster interner Kontrollen verpflichtet. Das Faktenblatt selbst listet die Unterzeichner der Vereinbarung nicht auf, und in den für diesen Artikel ausgewerteten Berichten wurde keine vollständige Liste veröffentlicht.
Warum das Wort für die Technologiebildung wichtig ist
„Künstliche Intelligenz“ wurde Mitte der 1950er-Jahre geprägt und umfasste über sieben Jahrzehnte hinweg alles – von einfachen regelbasierten Programmen bis hin zu heutigen großen Sprachmodellen und Bildgeneratoren. „Superintelligenz“ hat als Begriff eine spezifischere Geschichte in akademischen und technischen Texten, wo er meist Systeme beschreibt, die die menschliche kognitive Leistung in den meisten Bereichen übertreffen würden. Forscher verwenden die beiden Wörter seit Langem mit unterschiedlicher Bedeutung.
Aus diesem Grund dürften Pädagogen und technische Autoren genau beobachten, wie die bundesweite Definition formuliert wird. Eine klare Definition würde Schülern und der Öffentlichkeit helfen zu verstehen, welche Fähigkeiten der Begriff beschreiben soll, während eine vage Formulierung die Grenze zwischen aktuellen Werkzeugen und hypothetischen Zukunftssystemen verwischen könnte. Für Leser, die das Feld verfolgen, lautet die praktische Empfehlung, den Kontext zu prüfen, in dem jeder Begriff verwendet wird, da „KI“ weiterhin in Gesetzen, Forschungsarbeiten, Unternehmensprodukten und internationalen Dokumenten auftauchen wird.
Was als Nächstes zu beobachten ist
Der konkreteste nächste Schritt ist die Definition von Superintelligenz, die der Berater für Wissenschaft und Technologie vorlegen soll. Weitere Punkte, die es zu verfolgen gilt, sind: wie einzelne Behörden ihre Websites und Berichte aktualisieren, ob private Unternehmen und Forschungseinrichtungen die neue Formulierung übernehmen und wie die Prüfverfahren der freiwilligen Vereinbarung im Detail beschrieben werden. Alle Zeiten und Daten in diesem Bericht beziehen sich auf die US-Ostküstenzeit, sofern nicht anders angegeben.