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Nvidias Quartalsumsatz erreicht 96,2 Milliarden Dollar und übertrifft die Schätzungen mit einer Prognose von 108 Milliarden Dollar für das dritte Quartal

28. Aug. 20264 Min. Lesezeit
Nvidias Quartalsumsatz erreicht 96,2 Milliarden Dollar und übertrifft die Schätzungen mit einer Prognose von 108 Milliarden Dollar für das dritte Quartal

Zusammenfassung der Nachrichten

Nvidia lieferte erneut ein Rekordquartal ab und meldete für das zweite Quartal des Geschäftsjahres 2027 einen Umsatz von 96,2 Milliarden Dollar, ein Plus von 106 Prozent gegenüber dem Vorjahr und deutlich über der Konsensschätzung der Wall Street von 92,3 Milliarden Dollar. Der Chiphersteller gab außerdem einen Umsatzausblick für das dritte Quartal von 108 Milliarden Dollar plus/minus 2 Prozent heraus und signalisierte damit, dass die Nachfrage nach seiner KI-Rechenhardware weiter zunimmt, statt sich abzuflachen. Die Ergebnisse, die nach Börsenschluss am Dienstag, dem 25. August 2026 (US-Ostküstenzeit), bekannt gegeben wurden, trieben die Nvidia-Aktie im nachbörslichen Handel nach oben, bevor sich der Kurs in der darauffolgenden Sitzung mit einem Plus von mehr als 4 Prozent festigte.

Das Rechenzentrumssegment führt das Wachstum an

Nvidias Rechenzentrumsgeschäft, das die KI-Trainings- und Inferenzchips des Unternehmens umfasst, erwirtschaftete im Quartal 89,02 Milliarden Dollar, ein Plus von 117 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Unternehmensführung führte den Anstieg auf die beschleunigte Einführung der Blackwell-Ultra-Architektur zurück, wobei große Cloud- und Hyperscale-Rechenkunden ihre Käufe im Vergleich zum Vorjahreszeitraum mehr als verdoppelten. Auch Netzwerkprodukte, die Tausende von GPUs zu großen Rechenclustern verbinden, trugen erheblich zum Wachstum des Segments bei, da Rechenzentrumsbetreiber zunehmend größere KI-Trainingssysteme aufbauen.

Gewinn je Aktie und Rentabilität

Der bereinigte Gewinn je Aktie lag bei 2,22 Dollar, ein Plus von 120 Prozent gegenüber dem Vorjahr und über den Analystenerwartungen von 2,09 Dollar. Sowohl die GAAP- als auch die Non-GAAP-Bruttomarge des Quartals beliefen sich auf 75,0 Prozent. Mit Blick nach vorn stellte Nvidia für das dritte Quartal eine Bruttomarge von rund 74 Prozent in Aussicht, während die Marge im vierten Quartal voraussichtlich zwischen 71 und 72 Prozent liegen dürfte. Das Unternehmen erklärte, die Abschwächung spiegele die branchenweit höheren Kosten für Speicherkomponenten wider, die schneller gestiegen seien als zuvor erwartet, da die Nachfrage nach Hochbandbreitenspeicher für KI-Beschleuniger das Angebot weiterhin übersteige.

Kommentare der Unternehmensführung

„KI hat ihren Wendepunkt erreicht. Sie leistet nützliche Arbeit. Ihre Token sind produktiv und profitabel. Rechenleistung ist jetzt Umsatz“, sagte Jensen Huang, Gründer und Vorstandsvorsitzender von Nvidia, während der Bilanzpressekonferenz. Huang und andere Führungskräfte betonten, dass Unternehmens- und staatliche KI-Kunden die Plattformen von Nvidia zunehmend für reale Anwendungen einsetzen – von der wissenschaftlichen Forschung bis zur industriellen Automatisierung – und nicht nur für rein experimentelle Arbeitslasten. Das Management verwies auf anhaltende Auftragsbestände bis ins nächste Jahr als Beleg dafür, dass der aktuelle Wachstumszyklus über eine einzelne Produktgeneration hinaus Bestand hat.

Blick auf künftige Produktgenerationen

Die Führungskräfte skizzierten außerdem das Umsatzpotenzial kommender Architekturen. Das Unternehmen schätzte ein Umsatzpotenzial von rund 25 Milliarden Dollar pro großem Kundenbereitstellungszyklus mit der aktuellen Blackwell-Generation, das bei der nächsten Generation Vera Rubin auf geschätzte 40 Milliarden Dollar steigt, wenn CPUs, GPUs, Netzwerkausrüstung und Software einbezogen werden. Diese Darstellung unterstreicht Nvidias Strategie, komplette KI-Rechensysteme statt einzelner Chips zu verkaufen – eine Verschiebung, die den adressierbaren Markt weit über Grafikprozessoren hinaus erweitert hat.

Reaktionen von Markt und Branche

Investoren und Analysten aus dem Halbleitersektor erklärten, die Ergebnisse untermauerten die Einschätzung, dass sich die groß angelegten Investitionen in die KI-Infrastruktur weiterhin in einer frühen, expansiven Phase befinden und nicht in einer reifen oder sich verlangsamenden. Branchenbeobachter merkten an, dass das starke Wachstum im Rechenzentrumsbereich auch die anhaltenden Investitionszusagen großer Cloud-Anbieter widerspiegelt, die mehrjährige Pläne zum Ausbau ihrer KI-Rechenkapazitäten signalisiert haben. Sollte die Prognose für das laufende Quartal erreicht werden, wäre dies ein weiterer sequenzieller Umsatzrekord für das Unternehmen.

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