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Manus sammelt nach geplatztem Meta-Deal über 500 Millionen US-Dollar von Boyu und IDG ein

9. Okt. 20264 Min. Lesezeit
Manus sammelt nach geplatztem Meta-Deal über 500 Millionen US-Dollar von Boyu und IDG ein

Zusammenfassung der Neuigkeiten

Manus, das von der Muttergesellschaft Butterfly Effect betriebene KI-Agenten-Startup, gab am Donnerstag, dem 8. Oktober 2026, bekannt, dass es mehr als 500 Millionen US-Dollar eingesammelt hat. Es handelt sich um die erste Finanzierungsrunde des Unternehmens, seitdem eine geplante Übernahme durch Meta im Wert von zwei Milliarden US-Dollar Anfang dieses Jahres rückgängig gemacht wurde. TechCrunch veröffentlichte seinen Bericht am selben Tag um 6:20 Uhr pazifischer Sommerzeit (PDT) und berief sich dabei auf einen Beitrag im WeChat-Konto des Unternehmens.

Wer die Runde unterstützt

Boyu Capital und IDG Capital führten die Finanzierung an. Auch bestehende Anteilseigner wie Tencent, HSG (ehemals Sequoia China) und ZhenFund beteiligten sich neben weiteren Investoren. Das Unternehmen erklärte, dass es plane, sowohl in China als auch im Ausland weiterhin Mitarbeiter einzustellen.

Manus nannte keine Bewertung und beantwortete die entsprechenden Fragen von TechCrunch nicht. Im September 2026 berichtete Bloomberg, dass das Unternehmen kurz vor einer Runde über rund 500 Millionen US-Dollar bei einer Bewertung von etwa vier Milliarden US-Dollar stand – ungefähr doppelt so viel wie die zwei Milliarden US-Dollar, die mit dem Meta-Deal verbunden waren. Das Wall Street Journal hatte zudem den Batteriehersteller CATL als möglichen Teilnehmer genannt. Weder die Bewertung noch die Beteiligung von CATL wurden in der Ankündigung des Unternehmens bestätigt, daher sollten diese Details eher als frühere Medienberichte denn als endgültige Konditionen betrachtet werden.

Wie es dazu kam

Manus erregte 2025 große Aufmerksamkeit, nachdem eine Demo seines universell einsetzbaren KI-Agenten viral ging. Mitte 2025 verlegte das Team seine Belegschaft nach Singapur. Im Dezember 2025 kündigte Meta an, das Unternehmen für etwa zwei Milliarden US-Dollar zu übernehmen; damals soll Manus Berichten zufolge einen jährlichen wiederkehrenden Umsatz von über 100 Millionen US-Dollar erzielt haben.

Im April 2026 wurde die Übernahme nach einer behördlichen Prüfung rückgängig gemacht. Gründer und bestehende Investoren kauften daraufhin laut Presseberichten Metas Anteil zur unveränderten Bewertung von zwei Milliarden US-Dollar zurück. Über den genauen Zeitplan gibt es unterschiedliche Angaben: Einem Bericht zufolge war die operative Trennung im Mai abgeschlossen, während TechCrunch anmerkt, dass Manus den unabhängigen Betrieb im August 2026 wieder aufnahm und im Rahmen der Trennung einige Nutzerdaten löschen musste. Berichten zufolge prüft das Unternehmen zudem eine Umstrukturierung, die es auf einen Börsengang in Hongkong vorbereiten könnte.

Was Manus entwickelt

Manus erstellt KI-Agenten und Werkzeuge zur Anwendungsentwicklung im selben breiten Umfeld wie Produkte von Cursor, Lovable und Replit. Zum Angebot gehören ein Chatbot, „Vibe-Coding“-Werkzeuge zum Erstellen von Apps und Websites sowie Tools für Designs, Präsentationen und Videogenerierung.

Manus 2.0 führt eine neue Architektur und ein neues Agenten-Framework ein – jene Softwareschicht, die es einem Modell ermöglicht, Schritte zu planen, Werkzeuge aufzurufen und Aufgaben auszuführen. Das Unternehmen hat außerdem Cue gestartet, eine eigenständige App, die persönlichen KI-Agenten eigene E-Mail-Adressen, Telefonnummern, digitale Geldbörsen und Computer zuweist. Cue-Agenten können dienstübergreifend kommunizieren und Aufgaben erledigen sowie Zahlungen innerhalb der vom Nutzer festgelegten Ausgabenlimits tätigen.

Warum das für KI-Bildung und Entwickler wichtig ist

Die Runde zeigt, dass das Interesse der Investoren an autonomen KI-Agenten auch nach einer gescheiterten, viel beachteten Übernahme ungebrochen ist. Für Studierende und Entwickler, die sich mit Agenten beschäftigen, ist Manus ein nützliches Fallbeispiel: Es kombiniert einen Sprachmodell-Kern mit Werkzeugnutzung, einer Ausführungsumgebung und – dank Cue – Identitäts- sowie Zahlungsfunktionen, die es einem Agenten ermöglichen, im Auftrag eines Nutzers zu handeln.

Es veranschaulicht auch, wie schnell sich der Agentenmarkt von Demos hin zu Produkten mit wiederkehrenden Umsätzen entwickelt. Wer das Thema verfolgt, sollte auf drei Dinge achten: ob Manus seine Bewertung bestätigt, ob der Börsengang in Hongkong vorangetrieben wird und wie die nutzerdefinierten Ausgabenlimits von Cue in der Praxis funktionieren.

Die wichtigsten Fakten im Überblick

Die Runde umfasst mehr als 500 Millionen US-Dollar und wurde am 8. Oktober 2026 angekündigt. Boyu Capital und IDG Capital führten sie an, beteiligt waren zudem Tencent, HSG und ZhenFund. Die Bewertung wurde nicht offengelegt, frühere Berichte deuteten auf etwa vier Milliarden US-Dollar hin. Der vorherige Meta-Deal war mit zwei Milliarden US-Dollar bewertet worden.

Dieser Artikel wurde von der AIBARS-Redaktion mit KI-Unterstützung zusammengestellt. KI kann Fehler machen, prüfe wichtige Angaben daher an der Originalquelle. Fehler entdeckt? Schreibe an [email protected].

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