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LG und Nvidia unterzeichnen Absichtserklärung zum Bau humanoider Roboter, KI-Fabriken und KI-definierter Fahrzeuge

14. Aug. 20265 Min. Lesezeit
LG und Nvidia unterzeichnen Absichtserklärung zum Bau humanoider Roboter, KI-Fabriken und KI-definierter Fahrzeuge

Nachrichtenzusammenfassung

LG Corp. und NVIDIA haben am 13. August 2026 im NVIDIA-Hauptquartier in Santa Clara, Kalifornien, eine Absichtserklärung unterzeichnet, die eine erweiterte Partnerschaft formalisiert. Diese führt die beiden Unternehmen von der strategischen Planung zur gemeinsamen Umsetzung in den Bereichen Robotik, KI-Fabriken und Mobilität der nächsten Generation. Der Vorsitzende und CEO von LG, Kwang Mo Koo, sowie der Gründer und CEO von NVIDIA, Jensen Huang, nahmen beide an der Unterzeichnung teil. Diese folgt auf Monate intensiver werdender Kontakte zwischen den beiden Organisationen, einschließlich eines Treffens im Juni 2026 in Seoul und einem anschließenden Besuch einer Führungsdelegation im NVIDIA-Campus in Santa Clara später im selben Monat.

Humanoide Robotik rückt in den Mittelpunkt

Kernstück der Vereinbarung ist der Plan von LG, im ersten Quartal 2027 einen zweibeinigen humanoiden Roboter der nächsten Generation vorzustellen. Der Roboter wird mithilfe von NVIDIA Isaac GR00T entwickelt, dem offenen Basismodell von NVIDIA für das Denken und die Steuerung humanoider Roboter, kombiniert mit der integrierten Rechenplattform NVIDIA Jetson Thor für Echtzeitwahrnehmung, Entscheidungsfindung und Motorsteuerung. LG hat das Programm für humanoide Roboter als Demonstration dafür positioniert, wie sich Expertise in der Unterhaltungselektronikfertigung auf physische KI-Systeme übertragen lässt, die in realen Umgebungen einsatzfähig sind.

Parallel zum zweibeinigen Humanoiden plant LG, seine bestehenden radbasierten Serviceroboter CLOiD auf einer aktiven Produktionslinie in einer Waschmaschinenfabrik von LG Electronics in Tennessee zu validieren. Dieser Einsatz soll testen, wie sich physische KI-Robotik in tatsächliche Fertigungsabläufe integrieren lässt, statt nur in kontrollierten Laborumgebungen. Dadurch erhält LG operative Daten, um sowohl die Roboter als auch die umliegenden Automatisierungssysteme zu optimieren.

Aufbau von KI-Fabrikinfrastrukturen

Im Rahmen der Absichtserklärung wird LG Referenzstandorte für KI-Fabriken errichten, die auf der DSX-Plattform von NVIDIA und der kommenden NVIDIA-Vera-Rubin-Architektur basieren. Diese Referenzstandorte sollen den Tochtergesellschaften der LG Group gemeinsamen Zugang zu beschleunigter Recheninfrastruktur bieten, um KI-Modelle zu trainieren, zu simulieren und zu validieren, bevor sie in Produkten und Dienstleistungen der verschiedenen Geschäftsbereiche der Gruppe eingesetzt werden – von Unterhaltungselektronik bis hin zu Energielösungen.

Der Ausbau der KI-Fabriken baut auf einer früheren Zusammenarbeit auf, die im Juni 2026 angekündigt wurde, als LG und NVIDIA vereinbarten, gemeinsam eine LG-Datenfabrik zu entwickeln und die Kühlungs- und Stromversorgungstechnologien für KI-Rechenzentren von LG Electronics voranzutreiben. LG Uplus und LS Electric arbeiten ebenfalls zusammen an der Strominfrastruktur, um den Einsatz von Rechenzentren auf Vera-Rubin-Basis zu unterstützen. Dies zeigt, dass die Partnerschaft mehrere LG-Tochtergesellschaften umfasst und nicht auf eine einzelne Geschäftseinheit beschränkt ist.

Erweiterung auf KI-definierte Fahrzeuge

Die Vereinbarung erstreckt sich auch auf den Mobilitätsbereich, wobei LG sich verpflichtet, eine KI-definierte Fahrzeugplattform der nächsten Generation auf Basis von NVIDIA DRIVE Hyperion zu entwickeln. Dies erweitert die Automotive-Rechenplattform von NVIDIA auf die Geschäftsbereiche Fahrzeugkomponenten und Infotainment von LG und positioniert die beiden Unternehmen so, dass sie gemeinsam Chancen bei softwaredefinierten Fahrzeugen nutzen können, während Autohersteller zunehmend auf zentralisierte Rechenarchitekturen für fortschrittliche Fahrerassistenzsysteme und KI-Funktionen im Fahrzeuginnenraum setzen.

Ein umfassenderes Muster der Zusammenarbeit

Die Unterzeichnung in Santa Clara bildet den Höhepunkt einer schnellen Abfolge von Kontakten zwischen den beiden Unternehmen im Jahr 2026. Die LG Group hatte Anfang des Jahres ihr „M.A.P.“-Rahmenwerk vorgestellt, das Mobilität, KI-Infrastruktur und physische KI abdeckt, und vertiefte dann die Beziehungen durch das Treffen zwischen Koo und Huang im Juni in Seoul sowie einen anschließenden Besuch einer 30-köpfigen LG-Delegation im NVIDIA-Hauptquartier, um Kommerzialisierungsprioritäten auszuloten. Branchenbeobachter haben festgestellt, dass die Aktien von LG nach Bekanntgabe der erweiterten Partnerschaft um mehr als fünf Prozent stiegen, was das Interesse der Anleger daran widerspiegelt, wie sich traditionelle Hersteller neben Chipherstellern wie NVIDIA im Ökosystem der physischen KI positionieren.

Für NVIDIA fügt sich die Partnerschaft mit LG in ein umfassenderes Muster von Allianzen mit globalen Industrie- und Elektronikkonzernen ein, die beschleunigtes Rechnen auf Robotik, Fertigung und Fahrzeugsoftware anwenden wollen. Damit erweitert das Unternehmen seine Reichweite weit über GPUs für Rechenzentren hinaus in die physische Welt.

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