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Top-Speicherhersteller sichern sich Berichten zufolge die gesamte DRAM- und HBM-Produktion für 2027 angesichts der KI-Nachfrage

4. Aug. 20265 Min. Lesezeit
Top-Speicherhersteller sichern sich Berichten zufolge die gesamte DRAM- und HBM-Produktion für 2027 angesichts der KI-Nachfrage

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Das globale Angebot an Speicherchips hat eine neue Phase der Verknappung erreicht, die Branchenbeobachter als beispiellos im letzten Jahrzehnt bezeichnen. Mehreren Branchenberichten zufolge, die bis zum Morgen des 4. August 2026 (US-Ostküstenzeit) veröffentlicht wurden, haben die drei weltweit größten Speicherhersteller ihre gesamte Produktionskapazität für 2027 sowohl für DRAM als auch für High-Bandwidth-Speicher (HBM) bereits vergeben – Monate vor dem üblichen Planungszyklus. Käufer sichern sich Berichten zufolge leise Lieferverträge, aus Sorge, dass eine öffentliche Diskussion über die Knappheit einen noch aggressiveren Wettbewerb um die verbleibenden Kontingente auslösen könnte.

Was die Knappheit verursacht

Der Nachfrageschub ist eng mit dem anhaltenden Ausbau der KI-Infrastruktur weltweit verbunden. Cloud-Dienstanbieter und KI-Hardwareunternehmen bestellen beispiellose Mengen an HBM für die nächste Generation von Beschleunigern, und diese Nachfrage verdrängt zunehmend Kapazitäten, die andernfalls für herkömmliches DRAM in PCs, Smartphones und anderen Unterhaltungselektronik verwendet würden.

Das Marktforschungsunternehmen TrendForce hat festgestellt, dass HBM voraussichtlich etwa 30 % der gesamten DRAM-Waferstarts im Jahr 2027 ausmachen wird – ein deutlicher Anstieg gegenüber den Vorjahren. Da HBM pro Bit nutzbarem Speicher mehr Siliziumfläche und komplexere Verpackung erfordert als Standard-DRAM, reduziert sein wachsender Produktionsanteil die Gesamtleistung an herkömmlichen Speicherchips überproportional.

Hersteller reservieren Kapazitäten für KI-Kunden

Berichten zufolge priorisieren die führenden Speicheranbieter langfristige Lieferverträge mit Cloud-Computing-Unternehmen und großen KI-Entwicklern und reservieren so die Produktion für diese Kunden bereits lange vor Beginn des Produktionsjahres. Dies hat dazu geführt, dass kleinere Modulhersteller und Hersteller von Verbrauchergeräten mit reduzierten Kontingenten konfrontiert sind. Einige Analysten prognostizieren, dass das für Standardmodulhersteller verfügbare DRAM-Chipangebot im Jahr 2027 im Jahresvergleich erheblich sinken könnte.

Branchenvertreter haben 2027 als das wahrscheinlich angespannteste Jahr für das Speicherangebot seit langem bezeichnet. Einige Prognosen deuten darauf hin, dass die angespannte Angebots-Nachfrage-Situation mehrere Jahre anhalten könnte, da der Bau von Rechenzentren weltweit weiter beschleunigt wird.

Markt- und Preisauswirkungen

Analysten, die Vertragspreise beobachten, sagen, dass die HBM-Preise im Jahr 2027 erheblich steigen könnten, da das Angebot im Verhältnis zur Nachfrage von KI-Beschleunigerplattformen der nächsten Generation begrenzt bleibt. Zukünftige KI-Chip-Plattformen werden voraussichtlich deutlich mehr HBM-Kapazität pro Prozessor benötigen als aktuelle Generationen, was den Wettbewerb um das verfügbare Angebot weiter verschärft.

Für Verbraucher könnten die Auswirkungen in Form höherer Preise oder geringerer Verfügbarkeit speicherabhängiger Produkte wie Laptops, Desktop-Computer und Smartphones spürbar sein, da Hersteller mit KI-Infrastrukturkäufern um ein schrumpfendes Angebot an herkömmlichem DRAM konkurrieren.

Branchenausblick

Trotz der aktuellen Angebotsknappheit investieren Speicherhersteller stark in den Ausbau der Produktionskapazität, einschließlich neuer Fabriken und fortschrittlicher Verpackungslinien, die speziell für HBM vorgesehen sind. Da Halbleiterfabriken jedoch in der Regel ein bis zwei Jahre nach dem Spatenstich benötigen, um in Betrieb zu gehen, erscheint eine kurzfristige Entspannung für den breiteren Speichermarkt begrenzt. Branchenbeobachter werden die Entscheidungen zur Kapazitätszuweisung in den kommenden Monaten genau verfolgen, da diese voraussichtlich die Speicherpreise und -verfügbarkeit bis weit in das Ende des Jahrzehnts prägen werden.

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